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Rückblick auf das Familientreffen in Heldrungen (1935) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Christoph   
Freitag, 8. September 2006
Bei diesem Rückblick handelt es sich um das damalige Dankschreiben von Richard und Walter Stöpel (Heldrungen und Theißen) an die Teilnehmer. Die beiden begründen sehr wortreich den Sinn von Familientreffen und fordern zu weiterer Forschungsarbeit auf. Einige Stellen sind gekürzt, da der Brief 1935 geschrieben wurde und heute nicht mehr bedenkenlos wiederveröffentlicht werden kann. Die vollständige Fassung wird für registrierte Besucher verfügbar gemacht.

Theißen - Heldrungen, d.24.Juli 1935

Liebe Basen u. Vettern!

Beigefaltet überreichen wir Ihnen die Liste der Teilnehmer an unserem diesjährigen Familientag in Heldrungen. Wegen allerlei beruflicher und nebenamtlicher Mehrtätigkleit konnte sie erst jetzt fertig gestellt werden, was wir zu entschuldigen bitten. Hinter den einzelnen Namen ist, soweit es möglich war, durch Buchstaben angedeutet, zu welcher Linie der betreffende Teilnehmer gehört. Es bedeuten: A = Altenbeichlinger, E = Ellerslebener, H = Heldrunger, K = Köllerdaer, L = Landauer, P = Potsdamer, W = Wiehesche Linie. Die Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Genauigkeit.

Sinn und Zweck unserer Familientagungen hat unser Senior, Vetter Dr. Karl Theodor Stöpel-Heidelberg in seiner Begrüssungsansprache mit folgenden Worten umrissen: "Viele von uns sind sich immer noch nicht darüber klar, was ich durch den vor zwei Jahren errichteten Familienverband bezwecken wollte. In erster Linie ist es unsere Pflicht, das Gefühl der zusammengehörigkeit zu pflegen ohne Rücksicht auf Stand und Beruf. Durch unsere Forschungen wollen wir den sippenmässigen Zusammenschluss so vieler deutscher Menschen bewirken, die weltanschaulich, lanschaftlich, konfessionell, politisch und sozial manchmal ganz berschieden sind. Hierin liegt der neben der wissenschaftlichen Seite der praktische Hauptwert unserer Forschungen. Ich kann Ihen, verehrte Stammesgenossen, heute die freudige Mitteilung machen, dass die Mitglieder des Verbandesseit dem letzten Jahre sich wesentlich bermehrt haben. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. [...] Es ist nötig, dass sich unsere Familien noch enger zusammenschliessen in wahrem Gottesglauben, in echter Kameradschaft ohne Rücksicht auf Stand und Beruf."

Um die selbständige Weiterarbeit in diesem Sinne zu fördern, sind die beiden einliegenden Vorträge ebenfalls vervielfältigt worden. Es wird herzlichst gebeten, sich mit ganzem Herzen hinein zu vertiefen und weitere Anregungen und Ergebnisse an die Verfasser einzusenden, gleichzeitig aber noch Aussenstehende zum Beitritt in unseren Familienverband zu gewinnen. Unser nächster Familientrag soll in Potsdam abgehalten werden.

Mit [...] verwandtschaftlichen Grüßen [...] !

Richard und Walter Stoepel,
Heldrungen u. Theißen b/Zeitz

Am diesjährigen Familientag Pfingsten 1935 in Heldrungen nahmen über 100 Personen teil. Von Ihnen trugen sich in die Teilnehmerlist ein:
aus Heidelberg: [1x]
aus Stade: [3x]
aus Belin: [14x]
aus Halle: [2x]
aus Merseburg: [3x]
aus Erfurt: [10x]
aus Weimar: [4x]
aus Eisleben: [1x]
aus Brehna: [1x]
aus Warsleben b/Oschersleben: [4x]
aus Altenbeichlingen: [2x]
aus Kölleda: [4x]
aus Wiehe: [3x]
aus Gorsleben: [4x]
aus Heldrungen: [13x]
aus Oldisleben: [7x]
aus Bretleben: [1x]
aus Kindelbrück: [2x]
aus Theissen: [2x]
als Gäste nahmen teil: [10x]

 
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